Archiv der Ausgabe 3 | 22. Jahrgang | Herbst 2009
WinterTräume im Friedrichstadtpalast

Eisige Schönheiten im Friedrichstadtpalast / Foto: Stephan Gustavus, xix; Kostüm: Stephan Bolz
Mit der Show „WinterTräume“ erleben die Gäste des Friedrichstadtpalastes vom 8. November bis zum Februar jeden Abend den Traum von einem perfekten Winter. Für die Flucht aus der tristen, grauen Jahreszeit in moderne und traumhafte Bilderwelten von gleißender Karibiksonne bis kälte-klirrendem St. Petersburger Winter wurde ein außergewöhnliches Solisten-Quartett engagiert: Mit Sylvia Wintergrün und Heinz Rennhack sowie Francisca Urio und Lars Redlich erwarten die Gäste vier Solisten, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und gemeinsam mit dem einmaligen Ballettensemble des Hauses, des Orchesters sowie den Artisten für Showunterhaltung der Extraklasse sorgen. „Unsere ‚WinterTräume‘ sind nicht tannenzweiggrün, sie sind neon-pink, sprich: modern, sexy und hervorragend dazu geeignet, der Seele eine Auszeit von einer etwaigen Winterdepression zu gönnen“, so Dr. Berndt Schmidt, Intendant des Friedrichstadtpalastes und Produzent der Show.
www.friedrichstadtpalast.de
Shopping meets Golf
Wenn der viel beschäftigte Großstädter nicht zum Golfen kommt, dann kommt eben der Golfspaß in die City. So luden die exklusiven Geschäfte der Ladenpassage des Hotel Adlon am 30. September (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 3 | 22. Jahrgang | Herbst 2009
- Der Weg aus dem tiefen Tal der Boulettenmetropole zum Gipfel deutscher Kulinarik
- von Marc Steyer
Hans-Peter Wodarz, einst Witzigmann-Schüler, später in München und Wiesbaden selbst Sternekoch, Erfinder des Restaurant-Theaters und Deutschlands erfolgreichster Erlebnisgastronom, hatte im vorigen Jahr die Idee. Dem Einfall folgte die Umsetzung, und Wodarz präsentierte auf dem Berliner Hoffest 2008 zum ersten Mal Berliner Spitzengastronomie kompakt. 18 hauptstädtische Top-Köche versammelten sich unter einem Zeltdach und zeigten, was sie auf den Pfannen haben. Die Hoffest-Gäste probierten, applaudierten und formulierten kulinarische Superlative. Wodarz, mit seinen Restaurants Die Ente im Lehel in München und der Wiesbadener Ente vom Lehel Wegbereiter der deutschen Küchenrevolution der 1970er und 80er Jahre, hatte ins Schwarze getroffen und legte nach. In diesem Jahr standen nun 21 der besten Berliner Küchenkünstler an den Hoffest-Herden des Gourmet-Zeltes. „Für jedes Jahr seit dem Mauerfall 1989 einer“, kommentiert Hans-Peter Wodarz die Ansammlung der Inhaber von sieben Michelin-Sternen und 223 Gault-Millau-Punkten und fügt hinzu: „Berlin ist heute ohne Wenn und Aber auch die kulinarische Hauptstadt Deutschlands.

Foto: rowan / Quelle Photocase
Nach einiger Zeit des Nachdenkens holt er aus: „Leider spiegelt sich diese Tatsache noch längst nicht in den Bewertungen der wichtigsten Gastro- Guides wider. Der Michelin etwa fordert für einen Stern ein Aha-Erlebnis bei vier Gängen, für zwei Sterne mindestens zwei, und für drei Sterne verlangt er, dass das ganze Menü ein Aha- Erlebnis ist. Das alles bieten die besten Berliner Restaurants häufiger als es die rote Bibel derzeit wahrhaben will.“ Und nach wiederum einer kleinen Pause erklärt Hans-Peter Wodarz, der Mann, der es vor zwanzig Jahren schaffte, dass er und seine Kollegen die Ärzte als Halbgötter in Weiß ablösen konnten, im Brustton der Überzeugung: „Michael Hoffmann vom Margaux, Michael Kempf im Facil, Fischers- Fritz-Chef Christian Lohse und Tim Raue, Nummer 1 am Herd in den Adlon-Collection-Restaurants Ma und Uma, halte ich für unterbewertet. Hier sollten die Michelin-Inspektoren endlich über ihren Schatten springen.“ Hätte es, sagen wir mal vor 30 Jahren, bereits ein Berliner Hoffest gegeben, wäre die Idee eines Gourmet-Zeltes (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 3 | 22. Jahrgang | Herbst 2009
- Ein Berliner Wahrzeichen feiert Geburtstag
- von Alexander Wiesner
Am 3. Oktober 1969 nahm der Berliner Fernsehturm seinen Betrieb auf. Von diesem Zeitpunkt an galt er als Wahrzeichen der DDR und seit der Wiedervereinigung auch als Symbol für ein geeintes Deutschland.

Foto: © Anna Zerényi / pixelio
Schon zu seiner Bauzeit vor 40 Jahren stellte der Fernsehturm ein architektonisches und bautechnisches Meisterwerk dar. Die einzelnen Teile, die für den Bau benötigt wurden, stammten jedoch nicht allein aus der DDR. Die Thermofenster kamen aus Belgien, die Fahrstühle aus Nordeuropa und die Platten für die Kugel sogar aus Westdeutschland. Abgesehen von seiner touristischen Bedeutung, geht der 368 Meter hohe Turm nach wie vor seiner eigentlichen Aufgabe nach. Über diverse Antennen sendet der Telespargel – so wird der Fernsehturm noch vereinzelt im Volksmund genannt – mehr als 60 Fernseh- und Radioprogramme. Letztere werden teilweise noch analog verbreitet, größtenteils jedoch digital. Unterhalb des Antennenmastes befindet sich die Aussichtsplattform und das Restaurant, das sich heute (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 3 | 22. Jahrgang | Herbst 2009
- So war das Leben im Sozialismus – Stadtpläne der DDR
- von Gerald Backhaus
Wer hat zwanzig Jahre nach ihrer Auflösung die Deutungshoheit über die DDR? Kann man durch ihre Stadtpläne herausfinden, wie die Menschen in Hoyerswerda, Schwerin und Karl-Marx-Stadt gelebt haben? Wie wurden die Pläne im Maßstab verzerrt und retuschiert, damit der Westen nicht raffte, wo zum Beispiel die Fabriken lagen? Für junge Leute, die nie ohne Handy aus dem Haus gehen, ist sicher unvorstellbar, dass Telefonzellen im Stadtplan eingezeichnet wurden, während andererseits die geliebten Intershops, in denen es Westprodukte gegen harte D-Mark und Forum-Schecks zu kaufen gab, nirgendwo zu finden waren. (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 3 | 22. Jahrgang | Herbst 2009
- „Berliner Meisterköche 2009“: Die besten Köche des Jahres stehen fest
- von Brigitte Menge
Wer wünscht sich das nicht: Sich durch die besten Restaurants der Hauptstadt zu schlemmen, um die Besten zu wählen. Wer die Qualität der Berliner Spitzengastronomie kennt, weiß allerdings, dass dieses pure Vergnügen durchaus mit Qual verbunden ist, denn nur einer kann der Beste werden! Die unabhängige Jury bestehend aus Gourmet- Journalisten und Fachvertretern hat sich entschieden. Die besten Köche Berlins und der Hauptstadtregion des Jahres 2009 stehen fest.

v. l. n. r. Prof. Dr. Dieter Großklaus (Vorsitzender der Jury), Roland Mary, Torsten Voigt, Christian Lohse, Vedad Hadziabdic, Daniel Achilles, Billy Wagner und René Gurka (Geschäftsführer der Berlin Partner GmbH), Foto: Oliver Wia
Von den sechs Preisträgern kommen vier aus der Mitte Berlins. Christian Lohse vom Restaurant „Fischers Fritz“, The Regent Berlin, wurde zum Berliner Meisterkoch 2009 gekürt. Er ist mit zwei Michelin-Sternen und 18 Gault- Millau-Punkten einer der am höchsten ausgezeichneten Küchenchefs in Deutschland. Daniel Achilles vom „Restaurant Reinstoff“ in den Edisonhöfen in der Schlegelstraße wurde Aufsteiger des Jahres. Erst im März eröffnet, eroberte das „Reinstoff“ rekordverdächtig schnell die Herzen und Gaumen der Feinschmecker. Gleich um die Ecke arbeitet der Berliner Sommelier 2009 Billy Wagner von der „Weinbar Rutz“ in der Chausseestraße. Roland Mary, Inhaber der Restaurants „borchardt“ und „San Nicci“, wurde „Gastronomischer Innovator des Jahres 2009“. (weiterlesen…)