Archiv der Ausgabe 3 | 22. Jahrgang | Herbst 2009
- „It’s nice to be a Preiss, but it’s higher to be a Bayer“
- von Marc Steyer
„WahnsinnsWiesn“ heißt das neueste Buch über das größte Volksfest der Welt. Untertitel: Letzte Wahrheiten über das Oktoberfest. „Wahnsinns-Wiesn“, sagt auch Sepp Krätz und beschreibt damit nicht etwa die 176. Auflage des bayerischen Nationalrauschs 2009, sondern seinen kleinen Berliner Hippodrom-Ableger, den der umtriebige Wirt vom 10. bis zum 16. September am Roten Rathaus ins Rennen schickte. Der Erfolg gab Krätz Recht, und so müssten die Autoren des aktuellen Wiesn-Buches ihren Wahrheiten eigentlich noch eine entscheidende hinzufügen: Die Münchner Wiesn, die Mutter aller Volksfeste, ist auch ein bayerischer Exportschlager.

Eckart Witzigmann und Sepp Krätz
„Oans, zwoa, supper“, die Gäste im Hippodrom gegenüber dem Roten Rathaus mühten sich nicht nur redlich, die bayerische Mundart nachzuahmen, sie zeigten sich auch dermaßen feierwütig, genusssüchtig und trinkfest, dass es selbst dem Wiesn-Profi Krätz die Sprache verschlug. 50 000 Maßen, 20 000 große Wiesnbrezn, 10 000 halbe Hendl, dazu Berge von Radi und Radieserl – und das an nur sieben Tagen – Sepp Krätz fällt angesichts der konsumierten Mengen an flüssiger und fester Nahrung nur das Wort „gigantisch“ ein. Berlin ist also durchaus oktoberfestgeeignet. Krätz, der 54-jährige Urbayer, ist einer von 14 Festwirten, die Jahr für Jahr über sechs Millionen Besucher auf der Münchner Theresienwiese empfangen.
„Obwohl die Wiesn durchaus im Wandel ist, beispielsweise, was die Musik betrifft, ist sie für München ein Wirtschaftsfaktor, dessen Wert sich auf rund eine Milliarde Euro beläuft“, erläutert Krätz. Auch sein Berliner Oktoberfestzelt beschert einigen Branchen der Hauptstadt einen warmen Regen. Da ist zum Beispiel die „Macht der Tracht“, wie Kolumnist Christian Mayer von der Süddeutschen Zeitung die Tatsache nennt, dass die Mehrheit der Wiesn-Besucher in Dirndl und Jopperl (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 3 | 22. Jahrgang | Herbst 2009
- Um 40 Meter musste das Unterhaltungszelt umziehen. Glanzvolle Neueröffnung mit den frechen „Malediva“
- von Angelika Spurny
Ärgerlich, wenn man auf dem Campingplatz sein Zelt versetzen muss. Noch ärgerlicher aber, wenn man ein 552-Mann-Zelt von 800 Quadratmetern um knapp 40 Meter verrücken und um 90 Grad drehen muss. Grund: Die TIPI-Zeltstadt, Zentrum für beste Unterhaltung im grünen Tiergarten, musste weiter weg vom Kanzleramt, denn dort sollte gemäß Bebauungsplan frisches Grün prangen.
Das ist jetzt erledigt: In der Nacht zum 27. Juli wurde mit dem Abbau begonnen, das Zelt gereinigt und mit der Premiere des neuen Malediva- Programms am 18. September das neue – alte – Zelt eröffnet. TIPI-Chef Holger Klotzbach trug die Verrück-Aktion mit Fassung und ist schlichtweg begeistert. „Verrückt gefällt mir das TIPI noch besser, es ist jetzt eine weiße Stadt am Kanzleramt (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 3 | 22. Jahrgang | Herbst 2009
- 3 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Sport und Medien

Die Regisseure des Hoffestes: Mirko Klitscher, Isot Lang, Anita Bonack, Sarah Tietze, Menta Terwey-Vogel, Hans-Freidrich Müller
Wissenschaft trifft Politik, Kultur und Wirtschaft kommen ins Gespräch, Sportler treffen auf Medienmacher – auch in diesem Jahr kamen zum Berliner Hoffest rund 3 500 Persönlichkeiten, die das Leben in der Hauptstadt prägen. Ab 18.00 Uhr boten die illuminierten Höfe des Berliner Rathauses und der angrenzenden Jüdenstraße den Gästen vielfältig Gelegenheit, bei einem attraktiven informativen, kulturellen und gastronomischen Angebot ins Gespräch zu kommen. Das diesjährige Berliner Hoffest stand ganz im Zeichen des 20. Jahrestages der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls. Seit dem ersten Berliner Hoffest ist die Berlin Partner GmbH für die Planung und Umsetzung sowie für die Akquisition der Sponsoren verantwortlich.

Posieren vor dem Roten Rathaus: Klaus Wowereit umgeben von Spitzenköchen
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Archiv der Ausgabe 3 | 22. Jahrgang | Herbst 2009
- Herbst/Winter 2009: Die neue Leichtigkeit des Mann-Seins
- von Johanna Vogtländer
Männer haben es in Sachen Mode ganz einfach? Ein klassischer Anzug, zeitlos und gut kombinierbar, dazu ein paar Trendteile? Ja und nein. Denn auch die Herrenmode zeigt sich zunehmend vielfältig. Tabus werden schon mal gebrochen und Details machen die Alltagsmode aufregend und abwechslungsreich. In der kommenden Saison kommt die Herrenmode mit feinen Stoffen in dunklen Tönen formell, sportlich und leger daher.

Foto: Ermenegildo Zegna
Brad Pitt, David Beckham und George Clooney haben es vorgemacht: Mode macht auch Männern Spaß. Und so interessiert sich Mann für die Kreationen der Prêt-à-Porter-Laufstege und natürlich für die Mode der kommenden Saison, die auch tatsächlich in den Geschäften landet. Der bestimmende Trend in der neuen Saison verabschiedet sich vom schnelllebigen Stil der vergangenen Jahre und offeriert Klassiker à la Clark Gable, Marlon Brando und Cary Grant. Deren Chic war zeitlos und noch heute begeistern sich Frauen für diese Männer, deren Stil die Zeit überlebte.
Exemplarisch dafür steht Prada. Das Label setzt in der kommenden Saison ganz auf Qualität und Nachhaltigkeit, Extravaganzen sind eher selten. Prada nimmt nun auch endlich der Strickjacke ihr hausbackenes Image. Kombiniert mit Hemd, Krawatte, Sakko und einer Hose aus feiner Wolle ist das Outfit durchaus bürotauglich. Very british kommt Rykiel Homme in dieser Saison mit Karos daher, meist Ton-in-Ton. Burberry steht konsequent zu feinstem Tweed. Klassiker wie der Trenchcoat sind im Winter 2009/2010 wieder angesagt. Armani kombiniert die Lederjacke mit feinen Wollhosen. Das sieht nicht nur sehr männlich aus, sondern ist auch bequem. Ein Muss dazu: Stiefel. Calvin Klein begeistert diese Saison mit dicken Strickpullis und Schals im XXL-Format. (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 3 | 22. Jahrgang | Herbst 2009
- Schön, schöner, am schönsten: Dem siebenten Himmel ganz nah
- von Brigitte Menge
Schmetterlinge im Bauch, weiche Knie und der Puls auf 180 – Hochzeit. Doch bevor es soweit ist, stehen vor dem Brautpaar jede Menge Entscheidungen: Ein großes Fest mit der ganzen Familie und allen Freunden oder eine romantische Feier zu zweit? Verträumtes Schloss, rustikales Gasthaus oder idyllische Wiese am See? Kutsche, Oldtimer oder Rolls Royce? Gute Planung ist die beste Voraussetzung für eine Traumhochzeit. Und ehrlich: Das macht richtig Spaß!

Foto: © Ronny Senst / pixelio
376 998 Ehen zählte das Statistische Bundesamt im vergangenen Jahr, 2007 waren es nur 368 922. Die Ehe hat offenbar wieder Konjunktur. Das unterstreicht auch eine Umfrage einer deutschlandweit tätigen Partnerbörse. Demnach sind die Herren heiratswilliger als die Damen, denn jeder zweite Single-Mann träumt vom Gang zum Standesamt, bei den Single-Frauen bekundeten 43 Prozent ihren Heiratswunsch. Gerade Weihnachten und Silvester sind Hoch-Zeiten der Heiratsanträge. Das ist ein Ereignis, an das sich zwei Menschen auch noch zu ihrer goldenen Hochzeit gern erinnern sollten. Originell sollte der Antrag sein, witzig, romantisch – und vor allen Dingen einmalig. So wie ein selbst gedrehter Film, der „aus Versehen“ im DVD-Player landet oder im eigens dafür gemieteten Kino läuft. Auch Liebesbriefe und ein festliches Dinner mit Verlobungsring im Dessert versteckt kommen nie aus der Mode. Von diesem „Ja“ bis zum „Ja“ im Standesamt sollten sechs bis zwölf Monate liegen. Zeit, um die Traumhochzeit zu organisieren. Erste Entscheidungen sind das Festlegen des Termins (Feiertage und Urlaubszeit beachten) sowie Gedanken zur Gästeliste und zum Rahmen der Hochzeit. (weiterlesen…)