Archiv der Ausgabe 4 | 21. Jahrgang | Winter 2008
Mit der Kunst des Genießens ist es so eine Sache: Sie erfordert Geduld, wache Sinne und die Fähigkeit zur Hingabe. Wie die Malerei oder das Klavierspielen muss auch sie fleißig geschult werden. Also fordern Sie Ihre Sinne, regen Sie sie zu Vergleichen an und verfeinern Sie sie! Wie gut, dass es dazu mittlerweile in Berlin viele Gelegenheiten gibt. Beim Genuss haben die Deutschen in den letzten Jahren kräftig aufgeholt, das zeigt auch die große Anzahl der Sterne-Restaurants in der ganzen Republik.

Foto: Maren Beßler / PIXELIO
Doch auch zu Hause möchte man auf den kleinen Luxus nicht mehr verzichten. Exklusive Kaffeeröstereien sorgen für individuellen Kaffeegenuss, Chocolatiers, Winzer oder Brennereien werden als Geheimtipps gehandelt. Dabei geht der Trend immer mehr zum regionalen Produkt: Genuss mit gesunder Öko-Bilanz!
Eine Studie hat unlängst Kriterien für den idealen Genießer aufgestellt: Er sei bereit, sich für Genuss gegen Widerstände Anderer durchzusetzen, nach kreativen und sogar gewagten Lösungen zu suchen, sich körperlich und geistig anzustrengen, Grenzen auszutesten und spätere Reue in Kauf zu nehmen. Erkennen Sie sich wieder? (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 21. Jahrgang | Winter 2008
- Michael Zehden: Kongressmarketing als Wachstumschance nutzen
Michael Zehden lernte Groß- und Außenhandelskaufmann in Hamburg und übernahm danach die Firma seines Vaters. 1980 zog er nach Berlin und gründete mit seinem Schwager die Firma Albeck & Zehden. Das Familien unternehmen führt gegenwärtig elf Hotels. „Nur wenn der Tourismus- und Wirtschaftsstandort Berlin boomt, profitiert auch langfristig das Hotelgewerbe”, weiß Michael Zehden, der sich in verschiedenen Gremien für diese Überzeugung engagiert. Er ist Mitgründer des BTM-Partnerhotels e. V. (1997), seit 2003 Mitglied und seit 2005 Vorsitzender des Aufsichtsrats der Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH BFG, Aufsichtsratmitglied der FBS (Flughafen Berlin Schönefeld GmbH) und Mitglied des Präsidiums im Hotel- und Gaststättenverband Berlin e. V. Seit 2008 ist Michael Zehden Aufsichtsratsvorsitzender der Berlin Tourismus Marketing GmbH.

Foto: DAVIDS
Nach der Verabschiedung von Berlins oberstem Werber, Hanns Peter Nerger, trafen wir Michael Zehden zum Gespräch.
Wie groß sind eigentlich die Fußabdrücke, die Hanns Peter Nerger hinterlassen wird?
Nun, man könnte schon rein anatomisch sagen: groß. Aber auch im übertragenen Sinne kann Hanns Peter Nerger eine beispiellose Erfolgsbilanz vorweisen. Als er vor 15 Jahren an den Start ging, hatte sich Berlin komplett verändert. Es gab keine Strukturen, die dieser neuen Situation entsprachen. Seine Begeisterung für die Metropole mobilisierte andere, seine Überzeugungen waren regelrecht ansteckend. Hanns Peter Nerger führte konsequent Menschen, die im Bereich Tourismus tätig waren, zusammen und (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 21. Jahrgang | Winter 2008
- Â Alzheimer-Demenz: woran man sie erkennt und wie man vorbeugen kann
Sie deponieren Dinge an ungewohnten Orten, sie verlaufen sich und finden im schlimmsten Fall nicht mehr nach Hause. Dass etwas mit ihnen nicht stimmt, kommt den Betroffenen – meist älteren Frauen und Männern – nicht in den Sinn, viele merken und verstehen es nicht. Und ihr Umfeld tabuisiert oftmals das schleichend wachsende Leiden.
US-Präsident Ronald Reagan, SPD-Mann Herbert Wehner und ViolinVirtuose Helmut Zacharias hatten Alzheimer. 2008 gab Bildungsministerin Ursula von der Leyen bekannt, dass ihr Vater Ernst Albrecht, der frühere Ministerpräsident von Niedersachsen, an Alzheimer erkrankt ist. Durch ein Buch ihrer Tochter wurde bekannt, dass Großbritanniens ehemalige Premierministerin Margaret Thatcher unter fortgeschrittener Demenz leidet. Und in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung” schrieb Tilman Jens, Sohn des Publizisten Walter Jens, der lange Präsident der Berliner Akademie der Künste war: „Mein Vater ist dement.”
Demenz ist weder ein Tabu noch eine Schande
Familie Jens wolle „den traurigen Zustand meines Vaters nicht verstecken, er führte ja auch ein öffentliches Leben”, betonte Tilman Jens, dessen Vater früher so sprachgewaltig war und mit seinem großen Universalwissen brillierte: „Demenz ist weder ein Tabu noch eine Schande.” Alzheimer, die häufigste Form von Demenz, trifft rund fünf Prozent der über 65-Jährigen. In Deutschland leiden derzeit etwa eine Million Menschen daran. Namensgeber der Krankheit ist der Neurologe Alois Alzheimer, der sie bereits 1906 wissenschaftlich beschrieben hat.
Erstes Warnzeichen: Die Merkfähigkeit nimmt ab
Die Diagnose wird oft spät gestellt, so der Berliner Allgemeinmediziner Dr. Andreas Stein: „Viele Jahre vor dem Offensichtlich-Werden beginnt die Erkrankung. Sie wird vom Betroffenen nicht wahrgenommen, und (weiterlesen…)
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- Usedom – faszinierender Kontrast zwischen Ostseeküste und Hinterland
Die Slawen nannten es „Uznam” – Land am Wasser. Heute trägt die seit vielen Jahrhunderten unter „Usedom” bekannte Ostsee-Insel viele Beinamen: „Sonneninsel”, „Badewanne der Berliner”, „Glanz der Kaiserbäder”, „Wellnessoase”, „Künstlertreff”, „Modezentrum” oder „Naturparadies”. Diese Mischung macht die Urlaubsregion mit ihren 42 Kilometer langen Sandstränden und den stillen Winkeln jenseits der Küste einzigartig und zu jeder Jahreszeit zum lohnenden Reiseziel.

Foto: Karl-Heinz Liebisch / PIXELIO
Die Vielfalt Usedoms motiviert zu einem Kontrastprogramm. Natürlich üben die drei Kaiserbäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck mit ihrer achteinhalb Kilometer langen Promenade zwischen Strand und prächtigen Villen die stärkste Sogwirkung aus. Eine Insel-Safari soll später aber auch die Schönheiten im Hinterland zeigen und schließlich darf auch ein Abstecher in das lange Zeit geheimnisumwitterte Peenemünde nicht fehlen.
Zum Auftakt des Rundgangs durch das mondäne Heringsdorf, den größten Teil des Kaiserbäder-Rings, zergeht „Schönheit aus 408 Meter Tiefe” auf der Zunge. Denn Stadtführerin Eva John begrüßt ihre Gäste traditionell mit ganz besonderen Bonbons. „Die sind aus unserer Jodsole gemacht, die direkt an der Strandpromenade aus einem Brunnen gefördert wird”, erklärt die Expertin. Wissenschaftler sprechen der Heringsdorfer Sole, die neben Jod auch zahlreiche Mineralien und wertvolle Spurenelemente enthält, eine erfrischende, reizhemmende und hautglättende Wirkung zu. Auch bei Einschränkungen im Bewegungs- und Stützapparat bewirkt das Heringsdorfer Mittel wahre Wunder. (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 4 | 21. Jahrgang | Winter 2008
Ein Autokorso fährt hupend durch die Stadt, Blumen auf der Haube des ersten Fahrzeugs, im Vorbeifahren erhascht man einen Blick auf die Braut und den Schriftzug „Just married”. Menschen halten inne, lächeln und winken – Hochzeiten verbreiten einen wunderbaren Zauber. Wir geben Ihnen Tipps und Anregungen zur Gestaltung Ihres schönsten Tages.

Foto: Mandy /Â PIXELIO
Die Zeit zwischen Heiratsantrag und Hochzeitstermin ist nicht ausschließlich eine romatisch-verliebte. Da warten Entscheidungen, Termine, Formalitäten und Erledigungen. Es heiratet sich gut in Berlin und Brandenburg. Viele Hotels und Restaurants bieten komplette Pakete, andere Unternehmen offerieren Dienstleistungen, die bei der Feier besondere Akzente setzen. Designer, Modefachleute und Stylisten laufen zu Hochform auf, wenn sie ein Brautpaar betreuen.
Doch am Anfang steht der Antrag: Das ist ein Ereignis, an das sich zwei Menschen auch noch zu ihrer goldenen Hochzeit erinnern sollten. Ein Heiratsantrag kann ganz still und leise unter vier Augen gestellt oder auch aller Welt kundgetan werden. Originell sollte er sein, witzig, romantisch – und vor allen Dingen einmalig. Diese verantwortungsvolle Aufgabe ist nicht allein den Männern vorbehalten – auch Frauen dürfen ihrem Liebsten das Ja-Wort entlocken. (weiterlesen…)