Archiv der Ausgabe 2 | 21. Jahrgang | Sommer 2008Â
Fliegen nach Flugplan war gestern. Heute geht es nach dem eigenen Terminkalender. Was die Nobelkarosse für die Straße ist, die Yacht für Meere und Seen, das sind Privatjets für die Lüfte.

Foto: © 2008 CESSNA AIRCRAFT COMPANY
Fliegen ganz nach eigenem Geschmack, das wäre was! Ohne nervigen Abflugstress, ohne, dass man im überfüllten Bus zum Flugzeug gekarrt wird, und ohne nervige Warterei auf Abfertigung. Nie mehr verlorene Gepäckstücke und verpasste Anschlussflüge! Vorbei an den Schlangen vor der Sicherheitsabfertigung, rein in den Privatjet und abheben! Im Cockpit sitzt ein Pilot, der eher einem Taxifahrer oder Chauffeur gleicht als einem Busfahrer oder Lokomotivführer. Das ist die Alternative für wohlhabende Geschäftsund Privatleute. Mit einem eigenen Jet zu reisen, das bedeutet Fliegen, das wie Haute Couture maßgeschneidert passt und wieder zu einem stressfreien Vergnügen wird.
Individuelle Lufttaxis gefragt
Ein Hingucker auf der diesjährigen Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin war das originalgroße Modell des derzeit von der (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 2 | 21. Jahrgang | Sommer 2008Â
Es muss nicht immer Prenzlberg sein. Kreuzberg ist wieder in, ob zum Wohnen oder zum Ausgehen. Die Zeiten, als eine selbsternannte Kiezpolizei Anschläge mit Fäkalien auf vermeintliche Yuppie-Lokale in Kreuzberg verübte, sind zum Glück vorbei. In den letzten Jahren haben sich zwischen Oranien- und Gneisenaustraße viele Restaurants angesiedelt, in denen Gourmets hervorragend und dennoch bezahlbar speisen können. TOP Gastro-Autorin Cecilia Reible unternimmt einen kulinarischen Spaziergang durch Berlins Multikulti-Viertel.

Le Cochon Bourgeois
Insbesondere die Gegend rund um den Südstern hat sich zu einer kulinarischen Ausgehmeile entwickelt. Zu den mittlerweile fast schon alteingesessenen Restaurants gehört âLe Cochon Bourgeoisâ in der Fichtestraße. Seit rund zehn Jahren wird dort die klassische französische Küche von Froschschenkeln über Confit de Canard bis zur CrĂšme brĂ»lĂ©e zelebriert. Inzwischen hat Benjamin Stoeckel das Zepter in der Küche von seinem nach Schöneberg abgewanderten Lehrmeister Hannes Behrmann übernommen. Stoeckel interpretiert die Klassiker eher modern und experimentiert auch gern mit aromatischem Schaum und Püree. Besonders schön sitzt es sich im lauschigen Vorgarten. Es wird nur Bargeld akzeptiert, von dem man auch genügend mitnehmen sollte (Menüpreise 35,- bis 53,- Euro). (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 2 | 21. Jahrgang | Sommer 2008Â
DEAG-Chef Peter Schwenkow beherrscht den deutschen Konzertmarkt

âAber wenn man keine leuchtenden Augen bei dem bekommt, was man tut, kann man niemals besser als die anderen sein.â Foto: Oliver Wia
Die Presse bezeichnet ihn gern als âKonzertmogulâ. Peter Schwenkow spricht von sich selbst lieber als Eintrittskartenverkäufer. Und darauf ist der Vorstandschef der DEAG Deutsche Entertainment AG stolz. Rund 3.000 Veranstaltungen bringt das Unternehmen im Jahr auf die Bühne. Bei der Holding stehen rund 300 Menschen in Lohn und Brot. Hervorgegangen ist die DEAG unter anderem aus der Veranstaltungsagentur Concert Concept, die am 15. Juni ihren 30. Geburtstag feierte â mit einem Konzert der Berliner Philharmoniker in der Waldbühne.
Von seinem Büro im oberen Stockwerk des Loeser & Wolff Hauses in der Potsdamer Straße hatte Peter Schwenkow am 20. Mai den Brand in der Philharmonie beobachten können. âIch war der zweite Anrufer, der das Feuer gemeldet hatâ, erzählt der 54-Jährige. Mit den Philharmonikern arbeitet Schwenkow seit 26 Jahren zusammen. Da war es Ehrensache, dass der Waldbühnen-Betreiber seine Spielstätte (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 2 | 21. Jahrgang | Sommer 2008
- Allergische Reaktionen auf Pollen von Gräsern, Birke, Beifuß & Co.
Wer denkt, er sei gegen Pappeln allergisch, weil ihm Nase und Augen jucken, während er die Samen dieser Bäume in Form von weißen Flusen herumfliegen sieht, der irrt. Der Grund für allergische Reaktionen sind meistens die zur selben Zeit durch die Luft schwirrenden Gräserpollen, so Allergie-Experte Jörg Kleine-Tebbe. Sie gehören zu den schlimmsten Plagegeistern in den Monaten Mai bis Juli.

Foto: Jörg Kleine-Tebbe
Im Frühjahr sind vor allem Pollen von Birke, Erle und Hasel in der Luft, im Hochsommer löst ein Schimmelpilz namens Alternaria bei manchem saftige Allergien und Asthma aus. Beifußpollen treten vor allem im September und Oktober auf, in diesen Monaten in Zukunft auch häufiger die Pollen vom Traubenkraut (Ambrosia). (weiterlesen…)
Archiv der Ausgabe 2 | 21. Jahrgang | Sommer 2008Â
- Multitalent Dagmar Manzel
Theaterkennern ist sie seit langem ein Begriff. Fernsehzuschauer haben Dagmar Manzel unter anderem als Eva Klemperer in der Verfilmung der Klemperer-Tagebücher erlebt. Im Kino kann man sie in den Filmen âNachbarinnenâ, âFrei nach Planâ und âFreischwimmerâ sehen. Dagmar Manzel ist Jahrgang 1958, in Berlin aufgewachsen und hat an der Schauspielschule âErnst Buschâ studiert. Von 1983 bis 2001 war sie im Ensemble des Deutschen Theaters. Wir trafen die vielbeschäftigte Schauspielerin und zweifache Mutter im CafĂ© Nord, an einem ihrer Lieblingsorte in Pankow.
Frau Manzel, man erlebt Sie immer häufiger als Sängerin. Im Hans-Otto-Theater Potsdam sangen und spielten Sie vor kurzem in der Operette âFledermausâ die Rosalinde. Die Freude am Singen war Ihnen da ganz besonders anzumerken.

Foto: Alexander Stütz
Ja, ich wollte eigentlich immer schon Sängerin werden, bin aber Schauspielerin geworden und auch sehr glücklich darüber. Ich habe vor zehn Jahren mit einer Gesangsausbildung begonnen. Dann kamen so tolle Angebote wie die Titelrolle in âDie Großherzogin von Gerolsteinâ am Deutschen Theater und die Mrs. Lovett in âSweeney Toddâ an der Komischen Oper, da habe ich Blut geleckt. Wenn ich singen und spielen kann, das ist für mich echt die Erfüllung.
In der Komischen Oper steht jetzt der Musical-Klassiker âKiss me, Kateâ von Cole Porter auf dem Spielplan. Da fliegen zwischen Ihnen und Ihrem Bühnen-Gatten, der von Roger Smeets gespielt wird, auch musikalisch die Fetzen. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?
Jeden Tag mache ich Gesangsübungen, und ich nehme (weiterlesen…)