- für Einsteiger, Fortgeschrittene und Kenner
Israel, Land der Bibel und historische Heimstätte des jüdischen Volkes, entlang der Ostküste des Mittelmeeres gelegen, bildet eine Landbrücke zwischen drei Kontinenten: Asien, Afrika und Europa. Dies ist das Land, in dem das jüdische Volk vor etwa 4.000 Jahren begann, seine Religion und seine Kultur zu entfalten; hier hat es über Jahrhunderte hinweg seine Eigenständigkeit als souveräner Staat bewahrt, unterbrochen von Zeiten der Fremdherrschaft.
Fotos: Ministry of Tourism State of Israel
In seiner Ausdehnung lang und schmal, dehnt sich Israel über eine Länge von ca. 470 Kilometern vom Norden bis in den Süden aus, während es an seiner breitesten Stelle zwischen dem Toten Meer und der Mittelmeerküste ca. 135 Kilometer breit ist. Im Norden grenzt Israel an den Libanon, im Nordosten an Syrien, im Osten an Jordanien, im Südwesten an Ägypten und im Westen ans Mittelmeer. Gemessen an seiner Fläche ist Israel ein kleines Land, weist aber die topographischen und klimatischen Merkmale eines ganzen Kontinents auf. In Galiläa im Norden geht bewaldetes Hochland in fruchtbare, grüne Täler über; Sanddünen und landwirtschaftliche Nutzflächen kennzeichnen die Küstenebene am Mittelmeer; die felsigen Gipfel der Bergketten von Samaria und Judäa im Inneren des Landes fallen in das subtropische Jordantal und die Region des Toten Meeres am tiefsten natürlichen Punkt der Erdoberfläche ab. Bergige Wüstengebiete erstrecken sich südlich in den Negev und das Arawatal und enden am nördlichsten Zipfel des Roten Meeres. (weiterlesen…)
- Lernen unter ständiger Gefahr: Der Pioniergeist in der Wüste trotzt der Bedrohung aus nächster Nähe
Von Gerald Backhaus
Fotos Sapir College
Seit Sommer 2005 bedroht täglicher Kassam-Raketenbeschuss das Sapir College, die Stadt Sderot und die umliegenden Gemeinden und Kibbuzim. Im selben Zeitraum sind allein um den Campus der Hochschule mehr als einhundert palästinensische Raketen aus dem benachbarten Gaza-Streifen eingeschlagen. Das berichtet Compass, der Infodienst für christlich-jüdische und deutsch-israelische Tagesthemen im Internet. Unter diesem Sicherheitsrisiko und täglichem Alarm leidet das ganze Leben in der Region: Lernen und Arbeiten gestalten sich schwierig, die Investitionen von Unternehmen nehmen ab, es wachsen Arbeitslosigkeit und Armut. Viele Menschen sind traumatisiert.

Der deutsche Austauschstudent Eckard Sussenburger von der Fachhochschule Trier kam 2006/2007 für ein Austauschsemester an das Sapir College, das sich etwa eine Autostunde südlich von Tel Aviv am Rand der Negev-Wüste befindet. Untergebracht war er in einem nahe gelegenen Kibbuz. Er ließ sich durch die Situation, in der sich die israelische Partnerhochschule befindet, nicht einschüchtern: „Meine Freunde zu Hause hatten sicher mehr Angst um mich als ich selbst. Man hat in Sderot außer den Alarmen nicht das Gefühl, im permanenten Ausnahmezustand zu leben.“ (weiterlesen…)
- Israels Küche ist jung, genauso wie die Gründung des Staates Israel
Von Rose Marie Donhauser
Fotos: Ministry of Tourism State of Israel
Auf die Frage, was die jüdische Küche, insbesondere in Israel, ausmacht, sind die Antworten dünn gesät. Orangen aus Jaffa, SharonFrüchte, Avocado, Granatäpfel und Feigen werden genannt. Natürlich fallen Namen von kulinarischen Leckerbissen wie „Gefillter Fisch“, „Falafel“, Bagels und Latkes und der Begriff „koscheres Essen“. Doch so ganz genau lässt sich für Außenstehende die Küche nicht definieren. Es ist ungemein schwer die jüdische Geschichte in Kurzform zu erklären, also wie soll das dann mit der Küche Israels funktionieren, die ja im direkten Zusammenhang damit steht?
Ausländische Restaurantkritiker machen es sich daher einfach, entweder die Küche Israels auszuklammern oder weitgehend auf das Frühstück in Israel zu reduzieren. Denn dieses hat internationales Ansehen, was Geschmack, Vielfalt und Optik betrifft, und findet meistens in einem der Kibbuze statt, die diese (weiterlesen…)
- Jerusalem – die Hauptstadts Israels
Jerusalem war, seit König David es vor ungefähr 3.000 Jahren zur Hauptstadt seines Königreichs gemacht hatte, der Mittelpunkt nationalen und geistlichen Lebens des jüdischen Volkes. Seit der Zerstörung Jerusalems und seines Tempels im Jahr 70 n. d. Z. bis zur Wiederherstellung jüdischer Souveränität im Lande mit der Errichtung des Staates Israel im Jahr 1948 wurde die Stadt von verschiedenen fremden Mächten beherrscht, die sie in gewisser Weise prägten; keine Nation machte Jerusalem jedoch zu ihrer Hauptstadt.
Fotos: Ministry of Tourism State of Israel
Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Jerusalem eine befestigte Stadt mit vier deutlich unterscheidbaren Stadtvierteln: einem jüdischen, einem muslimischen, einem armenischen und einem christlichen. Seit etwa 1860 wurde die wachsende jüdische Bevölkerung, die praktisch durch alle Zeiten hindurch in der Stadt lebte, zu einer Mehrheit und begann, neue Wohnviertel außerhalb der Stadtmauern zu gründen. Diese bilden den Kern des modernen Jerusalem.
Unter britischer Herrschaft (1918-1948) verwandelte Jerusalem sich von einer vernachlässigten, verarmten Provinzstadt des osmanischen Reiches in eine blühende Großstadt. Während dieser Zeit entstanden viele neue Wohnviertel, die jeweils den Charakter der ethnischen Gruppen, von denen oder für die (weiterlesen…)
- Israel: Land der unbegrenzten UrlaubsMöglichkeiten
Israel, das gelobte Land der Bibel, ist heute ein moderner, prosperierender und lebenssprühender Staat mit einem pulsierenden Geschäftsleben. Außer den historischen und heiligen Stätten hat das Land seinen Besuchern eine Menge zu bieten: weite, saubere und sonnige Strände, moderne Städte und Hotels, Theater und Nachtclubs, Kurorte und farbenfrohe Märkte – die alle in kürzester Zeit zu erreichen sind. So sind die Strände und die schneebedeckten Berge, die üppigen Wälder und die pittoreske Wüstenlandschaft in nur wenigen Autostunden zu erreichen.
Fotos: Ministry of Tourism State of Israel
Das muss man selbst erlebt haben, darin sind sich die Gäste am Toten Meer einig: das Bad im Toten Meer! Schwerelos schwebt der Körper auf dem Wasser, Schwimmen ist kaum möglich. Denn die Gliedmaßen bleiben an der Wasseroberfläche. Das muss man unbedingt beachten, wenn man sich auf das Abenteuer einlässt. Kiki aus Thüringen berücksichtigt diese Tatsache nicht, als sie voller Begeisterung ins Wasser springt. Durch den starken Auftrieb aus dem Konzept gebracht, versucht sie verzweifelt, das Gleichgewicht wiederzufinden. „Keine Panik“, sagt Yoram, der Bademeister, völlig entspannt. „Sie können hier nicht ertrinken!“ Dass Yoram diese Szene ganz ruhig verfolgt, ist nicht überraschend. Er erlebt sie tagtäglich. Außerdem lebt er am Toten Meer. Er atmet ausschließlich die mineralhaltige Luft der Region ein, die sich beruhigend auf den Organismus auswirkt. Das ist (weiterlesen…)