- Die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel
Israel kann seit seiner Gründung am 14. Mai 1948 auf bedeutende Errungenschaften in einer Vielzahl von Bereichen verweisen. Vor allem durch den Aufbau eines vitalen demokratischen, pluralistischen und rechtsstaatlichen Gemeinwesens ist unter schwierigen Bedingungen eine anhaltende blühende Zukunft für alle Bürger des Staates Israel und die Juden dieser Welt gesichert. Offizielles Symbol für den 60. Geburtstag des Staates Israel ist ein Kind, das ein weiß-blaues Band in der Hand hält, mit dem die Zahl 60 geformt wird.
Fotos: Ministry of Tourism State of Israel
Die Sehnsucht, eines Tages nach Zion zurückzukehren, dem traditionellen Synonym für Jerusalem und für das Land Israel, stand über viele Jahrhunderte ständig im Mittelpunkt jüdischen Lebens und Denkens in der Diaspora. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Zionismus zu einer (weiterlesen…)
- Interview mit dem Gesandten der Botschaft des Staates Israel, Ilan Mor
Von Brigitte Menge
Ilan Mor wurde 1955 in Tel Aviv geboren, studierte Internationale Beziehungen, Politische Wissenschaften und Arbeitspolitik. Seine diplomatische Laufbahn begann 1983 und führte ihn u. a. nach Liberia, in die USA und nach China. 1992-1996 arbeitete er als Pressesprecher und Leiter der Presse- und Informationsabteilung der israelischen Botschaft in Bonn im Rang eines Botschaftsrats. Seit August 2004 ist er Gesandter der israelischen Botschaft in Berlin. Ilan Mor ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Deutschland und Israel verbindet ein besonderes Verhältnis. Von Seiten Deutschlands aus ist dies vor allem durch die Verantwortung Deutschlands für die Shoa begründet, den systematischen Völkermord an etwa sechs Millionen Juden Europas in der Zeit des Nationalsozialismus. Worauf basiert dies aus israelischer Sicht?
Ilan Mor; Foto: Botschaft des Staates Israel
Die deutsch-israelischen Beziehungen müssen als einzigartig beschrieben werden. Der Grund für diese Einzigartigkeit ist die Shoa, die für immer Bestandteil der israelisch-jüdischen – und auch der deutschen – Identität bleiben wird. Angesichts des Schreckens, der mit der Shoa verbunden ist, grenzt es fast an ein Wunder, dass unsere beiden Staaten schon seit über 40 Jahren diplomatische Beziehungen unterhalten. Wir dürfen jedoch den heutigen Stand der Beziehungen nicht als selbstverständlich ansehen, sondern müssen ihn durch zusätzliche, zukunftsorientierte Säulen ergänzen, ohne damit die Vergangenheit zu relativieren. Der Jugendaustausch spielt hier eine wichtige Rolle.
In den 90er-Jahren arbeiteten Sie in Bonn, seit 2004 ist Berlin Ihre berufliche Heimat. Wie lebt es sich als israelischer Staatsbürger in Deutschland?
Als ich 1992 nach Bonn kam, war noch vieles neu für mich – auch die deutsche Sprache. Im Jahr 2004 kehrte ich dann in ein Land zurück, das ich einerseits schon kannte. Doch auf der anderen Seite steht Israels Botschaft nun in Berlin – einer faszinierenden, allerdings historisch auch sehr belasteten Stadt. Ich finde es spannend, in dieser Stadt zu leben. Sie unterscheidet sich, was die Energie und Dynamik angeht, nicht so sehr von meiner Heimatstadt Tel Aviv. Vor allem genießen meine Familie und ich die hiesigen kulturellen Angebote – und die Spiele von Hertha BSC. (weiterlesen…)
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„60 JAHRE ISRAEL“ in Deutschland
Januar 2008
14. Januar bis 18. Februar
Begleitend zur Ausstellung „Betrifft: Israel. Aktuelle Fotografie und Videokunst“ (seit 13.12.07) werden im „Mon-tagskino“ ab 14. Januar um jeweils 19.30 Uhr bis zum Ende der Laufzeit israelische Filme mit vorwiegend englischen Untertiteln gezeigt.
Ort: Auditorium Berlin, Eintritt frei
www.jmberlin.de/betrifftisrael
16. Januar
„60 Jahre Israel (1948-2008)“ Podiumsdiskussion mit Dr. Dr. h. c. Harald Kindermann, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel, und Ilan Mor, Gesandter der Botschaft des Staates Israel in Deutschland. Begrüßung: Knut Teske, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg, Moderation: Dr. Marius Schneider, Geschäftsführender Redakteur des Hamburger Abendblattes. Veranstalter: DIG Hamburg in Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt.
Hamburger Abendblatt-Center
Axel-Springer-Passage
Caffamacherreihe 1
20355 Hamburg
18.30 Uhr. Anmeldung (bis 14.1.08)
www.dighamburg.de, Tel. 040 / 37 67 81 38, E-Mail: dig-hamburg@gmx.de
16. / 17. Januar
DIG Frankfurt / KAS-Seminar „60 Jahre Israel“.
www.dig-frankfurt.de
17. Januar
Begleitet von Ausschnitten aus dem Dokumentarfilm „Ein Leben lang Koffer“ von Irmgard von zur Mühlen (D 1997) liest Angelika Schrobsdorff (weiterlesen…)