- Israels Küche ist jung, genauso wie die Gründung des Staates Israel
Von Rose Marie Donhauser
Fotos: Ministry of Tourism State of Israel
Auf die Frage, was die jüdische Küche, insbesondere in Israel, ausmacht, sind die Antworten dünn gesät. Orangen aus Jaffa, SharonFrüchte, Avocado, Granatäpfel und Feigen werden genannt. Natürlich fallen Namen von kulinarischen Leckerbissen wie „Gefillter Fisch“, „Falafel“, Bagels und Latkes und der Begriff „koscheres Essen“. Doch so ganz genau lässt sich für Außenstehende die Küche nicht definieren. Es ist ungemein schwer die jüdische Geschichte in Kurzform zu erklären, also wie soll das dann mit der Küche Israels funktionieren, die ja im direkten Zusammenhang damit steht?
Ausländische Restaurantkritiker machen es sich daher einfach, entweder die Küche Israels auszuklammern oder weitgehend auf das Frühstück in Israel zu reduzieren. Denn dieses hat internationales Ansehen, was Geschmack, Vielfalt und Optik betrifft, und findet meistens in einem der Kibbuze statt, die diese (weiterlesen…)
- Interview mit dem Gesandten der Botschaft des Staates Israel, Ilan Mor
Von Brigitte Menge
Ilan Mor wurde 1955 in Tel Aviv geboren, studierte Internationale Beziehungen, Politische Wissenschaften und Arbeitspolitik. Seine diplomatische Laufbahn begann 1983 und führte ihn u. a. nach Liberia, in die USA und nach China. 1992-1996 arbeitete er als Pressesprecher und Leiter der Presse- und Informationsabteilung der israelischen Botschaft in Bonn im Rang eines Botschaftsrats. Seit August 2004 ist er Gesandter der israelischen Botschaft in Berlin. Ilan Mor ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Deutschland und Israel verbindet ein besonderes Verhältnis. Von Seiten Deutschlands aus ist dies vor allem durch die Verantwortung Deutschlands für die Shoa begründet, den systematischen Völkermord an etwa sechs Millionen Juden Europas in der Zeit des Nationalsozialismus. Worauf basiert dies aus israelischer Sicht?
Ilan Mor; Foto: Botschaft des Staates Israel
Die deutsch-israelischen Beziehungen müssen als einzigartig beschrieben werden. Der Grund für diese Einzigartigkeit ist die Shoa, die für immer Bestandteil der israelisch-jüdischen – und auch der deutschen – Identität bleiben wird. Angesichts des Schreckens, der mit der Shoa verbunden ist, grenzt es fast an ein Wunder, dass unsere beiden Staaten schon seit über 40 Jahren diplomatische Beziehungen unterhalten. Wir dürfen jedoch den heutigen Stand der Beziehungen nicht als selbstverständlich ansehen, sondern müssen ihn durch zusätzliche, zukunftsorientierte Säulen ergänzen, ohne damit die Vergangenheit zu relativieren. Der Jugendaustausch spielt hier eine wichtige Rolle.
In den 90er-Jahren arbeiteten Sie in Bonn, seit 2004 ist Berlin Ihre berufliche Heimat. Wie lebt es sich als israelischer Staatsbürger in Deutschland?
Als ich 1992 nach Bonn kam, war noch vieles neu für mich – auch die deutsche Sprache. Im Jahr 2004 kehrte ich dann in ein Land zurück, das ich einerseits schon kannte. Doch auf der anderen Seite steht Israels Botschaft nun in Berlin – einer faszinierenden, allerdings historisch auch sehr belasteten Stadt. Ich finde es spannend, in dieser Stadt zu leben. Sie unterscheidet sich, was die Energie und Dynamik angeht, nicht so sehr von meiner Heimatstadt Tel Aviv. Vor allem genießen meine Familie und ich die hiesigen kulturellen Angebote – und die Spiele von Hertha BSC. (weiterlesen…)
- Jerusalem – die Hauptstadts Israels
Jerusalem war, seit König David es vor ungefähr 3.000 Jahren zur Hauptstadt seines Königreichs gemacht hatte, der Mittelpunkt nationalen und geistlichen Lebens des jüdischen Volkes. Seit der Zerstörung Jerusalems und seines Tempels im Jahr 70 n. d. Z. bis zur Wiederherstellung jüdischer Souveränität im Lande mit der Errichtung des Staates Israel im Jahr 1948 wurde die Stadt von verschiedenen fremden Mächten beherrscht, die sie in gewisser Weise prägten; keine Nation machte Jerusalem jedoch zu ihrer Hauptstadt.
Fotos: Ministry of Tourism State of Israel
Bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Jerusalem eine befestigte Stadt mit vier deutlich unterscheidbaren Stadtvierteln: einem jüdischen, einem muslimischen, einem armenischen und einem christlichen. Seit etwa 1860 wurde die wachsende jüdische Bevölkerung, die praktisch durch alle Zeiten hindurch in der Stadt lebte, zu einer Mehrheit und begann, neue Wohnviertel außerhalb der Stadtmauern zu gründen. Diese bilden den Kern des modernen Jerusalem.
Unter britischer Herrschaft (1918-1948) verwandelte Jerusalem sich von einer vernachlässigten, verarmten Provinzstadt des osmanischen Reiches in eine blühende Großstadt. Während dieser Zeit entstanden viele neue Wohnviertel, die jeweils den Charakter der ethnischen Gruppen, von denen oder für die (weiterlesen…)
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„60 JAHRE ISRAEL“ in Deutschland
Januar 2008
14. Januar bis 18. Februar
Begleitend zur Ausstellung „Betrifft: Israel. Aktuelle Fotografie und Videokunst“ (seit 13.12.07) werden im „Mon-tagskino“ ab 14. Januar um jeweils 19.30 Uhr bis zum Ende der Laufzeit israelische Filme mit vorwiegend englischen Untertiteln gezeigt.
Ort: Auditorium Berlin, Eintritt frei
www.jmberlin.de/betrifftisrael
16. Januar
„60 Jahre Israel (1948-2008)“ Podiumsdiskussion mit Dr. Dr. h. c. Harald Kindermann, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel, und Ilan Mor, Gesandter der Botschaft des Staates Israel in Deutschland. Begrüßung: Knut Teske, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg, Moderation: Dr. Marius Schneider, Geschäftsführender Redakteur des Hamburger Abendblattes. Veranstalter: DIG Hamburg in Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt.
Hamburger Abendblatt-Center
Axel-Springer-Passage
Caffamacherreihe 1
20355 Hamburg
18.30 Uhr. Anmeldung (bis 14.1.08)
www.dighamburg.de, Tel. 040 / 37 67 81 38, E-Mail: dig-hamburg@gmx.de
16. / 17. Januar
DIG Frankfurt / KAS-Seminar „60 Jahre Israel“.
www.dig-frankfurt.de
17. Januar
Begleitet von Ausschnitten aus dem Dokumentarfilm „Ein Leben lang Koffer“ von Irmgard von zur Mühlen (D 1997) liest Angelika Schrobsdorff (weiterlesen…)
- Israel: Land der unbegrenzten UrlaubsMöglichkeiten
Israel, das gelobte Land der Bibel, ist heute ein moderner, prosperierender und lebenssprühender Staat mit einem pulsierenden Geschäftsleben. Außer den historischen und heiligen Stätten hat das Land seinen Besuchern eine Menge zu bieten: weite, saubere und sonnige Strände, moderne Städte und Hotels, Theater und Nachtclubs, Kurorte und farbenfrohe Märkte – die alle in kürzester Zeit zu erreichen sind. So sind die Strände und die schneebedeckten Berge, die üppigen Wälder und die pittoreske Wüstenlandschaft in nur wenigen Autostunden zu erreichen.
Fotos: Ministry of Tourism State of Israel
Das muss man selbst erlebt haben, darin sind sich die Gäste am Toten Meer einig: das Bad im Toten Meer! Schwerelos schwebt der Körper auf dem Wasser, Schwimmen ist kaum möglich. Denn die Gliedmaßen bleiben an der Wasseroberfläche. Das muss man unbedingt beachten, wenn man sich auf das Abenteuer einlässt. Kiki aus Thüringen berücksichtigt diese Tatsache nicht, als sie voller Begeisterung ins Wasser springt. Durch den starken Auftrieb aus dem Konzept gebracht, versucht sie verzweifelt, das Gleichgewicht wiederzufinden. „Keine Panik“, sagt Yoram, der Bademeister, völlig entspannt. „Sie können hier nicht ertrinken!“ Dass Yoram diese Szene ganz ruhig verfolgt, ist nicht überraschend. Er erlebt sie tagtäglich. Außerdem lebt er am Toten Meer. Er atmet ausschließlich die mineralhaltige Luft der Region ein, die sich beruhigend auf den Organismus auswirkt. Das ist (weiterlesen…)