- 109. PRESSEBALL BERLIN: Tradition trifft Moderne
Von Brigitte Menge
Foto Dirk Dehmel
Als Moderator und Reporter startete Andreas Dorfmann im Sender Freies Berlin (SFB) seine Medienkarriere, die ihn über die Stationen RIAS, RTL Television und ARD in die Selbstständigkeit führte. Seit 1994 produziert, vermarktet und entwickelt die DORFMANN TV+RADIO PROGRAMM GMBH Fernseh- und Radioformate. 2007 kam die PRESSEBALL BERLIN GMBH hinzu.
Der Journalist und Geschäftsmann ist ein aktiver Netzwerker, arbeitet auch in vielen Verbänden und Vereinen mit und ist u. a. Pressesprecher des Deutschen Arbeitgeber-Verbandes. Im März ließ eine Meldung nicht nur Journalisten aufhorchen: Andreas Dorfmann hatte die Marke PRESSEBALL BERLIN mit allen Rechten erworben. Wir trafen Andreas Dorfmann (75 Prozent der Gesellschaftsanteile) und die Marketingleiterin der PRESSEBALL BERLIN GMBH, Marina Schill (25 Prozent der Gesellschaftsanteile), dort, wo sie – je näher das Ereignis rückt – immer häufiger anzutreffen sind: im Maritim Hotel Berlin in der Stauffenbergstraße.
Wie kommt man eigentlich auf die Idee, den Presseball zu kaufen?

Andreas Dorfmann: Das klingt zwar schon ein bisschen verrückt, aber es ist eine einfache Geschichte: Ich war kurze Zeit Vorstandsmitglied des Journalisten-Verbandes und saß mittendrin, als sich die Probleme zuspitzten und für (weiterlesen…)
- Interview mit seiner Exzellenz, Botschafter des Staates Israel, Yoram Ben-Zeev
Von Daniel Khafif
Fotos Christof RiekenÂ
Yoram Ben-Zeev sprach anlässlich seines Amtsantritts am 12. Dezember 2007 über die 60-Jahr-Feier, die Beziehungen zwischen Israel und Deutschland, die Kultur in Berlin sowie die Aufgaben und Ziele seiner Amtszeit.
Botschafter der Demokratie
Herr Botschafter, willkommen in Deutschland und alles Gute zu ihrem Amtsantritt. Hatten Sie schon Zeit, sich in Berlin einzuleben?

Herzlichen Dank! Nun, ich bin erst seit kurzem in Berlin, aber als Diplomat gehört es dazu, sich schnell auf neue Situationen einzustellen, außerdem bin ich ja nicht das erste Mal in Deutschland.
Ihr Amtsvorgänger Schimon Stein, der dieses Botschaftsgebäude 2001 eingeweiht und viele Jahre in Deutschland gearbeitet hat, sprach fließend Deutsch. Sie sprechen Englisch, Chinesisch, Arabisch und Hebräisch und beweisen damit außerordentliches Sprachtalent, sprechen aber noch kein Deutsch. Wie verständigen Sie sich jetzt in Deutschland?
Nun, ich lerne ja gerade intensiv Deutsch, immer mehr und immer weiter (spricht Deutsch), das wird auch noch besser. Ich freue mich auf diese Sprache und darauf, sie endlich zu lernen! Da viele Deutsche gut Englisch sprechen, wird es aber schon vor der Beherrschung der (weiterlesen…)
- für Einsteiger, Fortgeschrittene und Kenner
Israel, Land der Bibel und historische Heimstätte des jüdischen Volkes, entlang der Ostküste des Mittelmeeres gelegen, bildet eine Landbrücke zwischen drei Kontinenten: Asien, Afrika und Europa. Dies ist das Land, in dem das jüdische Volk vor etwa 4.000 Jahren begann, seine Religion und seine Kultur zu entfalten; hier hat es über Jahrhunderte hinweg seine Eigenständigkeit als souveräner Staat bewahrt, unterbrochen von Zeiten der Fremdherrschaft.
Fotos: Ministry of Tourism State of Israel
In seiner Ausdehnung lang und schmal, dehnt sich Israel über eine Länge von ca. 470 Kilometern vom Norden bis in den Süden aus, während es an seiner breitesten Stelle zwischen dem Toten Meer und der Mittelmeerküste ca. 135 Kilometer breit ist. Im Norden grenzt Israel an den Libanon, im Nordosten an Syrien, im Osten an Jordanien, im Südwesten an Ägypten und im Westen ans Mittelmeer. Gemessen an seiner Fläche ist Israel ein kleines Land, weist aber die topographischen und klimatischen Merkmale eines ganzen Kontinents auf. In Galiläa im Norden geht bewaldetes Hochland in fruchtbare, grüne Täler über; Sanddünen und landwirtschaftliche Nutzflächen kennzeichnen die Küstenebene am Mittelmeer; die felsigen Gipfel der Bergketten von Samaria und Judäa im Inneren des Landes fallen in das subtropische Jordantal und die Region des Toten Meeres am tiefsten natürlichen Punkt der Erdoberfläche ab. Bergige Wüstengebiete erstrecken sich südlich in den Negev und das Arawatal und enden am nördlichsten Zipfel des Roten Meeres. (weiterlesen…)
- Lernen unter ständiger Gefahr: Der Pioniergeist in der Wüste trotzt der Bedrohung aus nächster Nähe
Von Gerald Backhaus
Fotos Sapir College
Seit Sommer 2005 bedroht täglicher Kassam-Raketenbeschuss das Sapir College, die Stadt Sderot und die umliegenden Gemeinden und Kibbuzim. Im selben Zeitraum sind allein um den Campus der Hochschule mehr als einhundert palästinensische Raketen aus dem benachbarten Gaza-Streifen eingeschlagen. Das berichtet Compass, der Infodienst für christlich-jüdische und deutsch-israelische Tagesthemen im Internet. Unter diesem Sicherheitsrisiko und täglichem Alarm leidet das ganze Leben in der Region: Lernen und Arbeiten gestalten sich schwierig, die Investitionen von Unternehmen nehmen ab, es wachsen Arbeitslosigkeit und Armut. Viele Menschen sind traumatisiert.

Der deutsche Austauschstudent Eckard Sussenburger von der Fachhochschule Trier kam 2006/2007 für ein Austauschsemester an das Sapir College, das sich etwa eine Autostunde südlich von Tel Aviv am Rand der Negev-Wüste befindet. Untergebracht war er in einem nahe gelegenen Kibbuz. Er ließ sich durch die Situation, in der sich die israelische Partnerhochschule befindet, nicht einschüchtern: „Meine Freunde zu Hause hatten sicher mehr Angst um mich als ich selbst. Man hat in Sderot außer den Alarmen nicht das Gefühl, im permanenten Ausnahmezustand zu leben.“ (weiterlesen…)
- Die Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel
Israel kann seit seiner Gründung am 14. Mai 1948 auf bedeutende Errungenschaften in einer Vielzahl von Bereichen verweisen. Vor allem durch den Aufbau eines vitalen demokratischen, pluralistischen und rechtsstaatlichen Gemeinwesens ist unter schwierigen Bedingungen eine anhaltende blühende Zukunft für alle Bürger des Staates Israel und die Juden dieser Welt gesichert. Offizielles Symbol für den 60. Geburtstag des Staates Israel ist ein Kind, das ein weiß-blaues Band in der Hand hält, mit dem die Zahl 60 geformt wird.
Fotos: Ministry of Tourism State of Israel
Die Sehnsucht, eines Tages nach Zion zurückzukehren, dem traditionellen Synonym für Jerusalem und für das Land Israel, stand über viele Jahrhunderte ständig im Mittelpunkt jüdischen Lebens und Denkens in der Diaspora. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Zionismus zu einer (weiterlesen…)