- Berliner Meisterkoch 2007
„Kochen ist unsere Berufung. Man sollte keine Wissenschaft daraus machen.“ Mit dieser pragmatischen Einstellung geht Bobby Bräuer an seine Aufgabe als Küchenchef des Restaurants „DIE QUADRIGA“ im Hotel BRANDENBURGER HOF Berlin heran.
„Kochen ist unsere Berufung. Man sollte keine Wissenschaft daraus machen.“
Wissenschaft hin oder her, der in München geborene Bräuer hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt. Dass er die Kochlaufbahn einschlug, sei allerdings mehr oder weniger Zufall gewesen, behauptet der 46-Jährige. Weil seine Eltern beide berufstätig waren – die Mutter Ärztin, der Vater Diplomingenieur – verbrachte der Junge viel Zeit bei seiner Großmutter. Oma verwöhnte das Kind mit gehaltvollen Eintöpfen und leckeren Leberwurstbroten. „Ich bin mit Stullen groß geworden“, sagt Bräuer augenzwinkernd. Nach seiner Schulzeit wollte er eigentlich eine Lehre als Barkeeper beginnen. Die Bekanntschaft mit dem Münchner Sternekoch Otto Koch lenkte seine Interessen jedoch in andere Bahnen. Bräuer absolvierte in Kochs legendärem „Le Gourmet“ seine Ausbildung und perfektionierte seine Kochkünste anschließend in renommierten (weiterlesen…)
- Aufsteiger des Jahres 2007
„Jeder Tag ist anders, bringt neue Freuden und neue Herausforderungen!“ Diese Abwechslung ist es, die Stefan Hartmann an seinem Beruf besonders fasziniert. Über Langeweile kann er erst recht nicht klagen, seit er sich mit „HARTMANNs Restaurant“ selbstständig gemacht hat.
„Jeder Tag ist anders, bringt neue Freuden und neue Herausforderungen!“
„Leidenschaftliche Köche genießen auch den Stress, der entsteht, wenn das Restaurant voller hungriger und erwartungsvoller Gäste ist und es in der Küche schnell gehen muss“, davon ist Stefan Hartmann überzeugt. Er liebt diese Art von Stress und ein Blick in seinen Lebenslauf zeigt, dass der gebürtige Uelzener solche Herausforderungen nie gescheut hat. Ursprünglich strebte er eine Laufbahn im Hotelmanagement an. Doch sein Onkel, selbst Koch, hatte einen guten Ratschlag und empfahl: „Mach doch erst einmal eine Kochlehre.“ Der Tipp war gut. „Das Kochen hat mir unheimlich viel Spaß gemacht“, erzählt Hartmann, der nach seiner Ausbildung im Steigenberger Hotel „Conti Hansa“ in Kiel als Jungkoch bei Joseph Viehauser im „Le Canard“ in Hamburg anheuerte. Drei Jahre (weiterlesen…)
- Brandenburger Meisterkoch 2007
Die Liebe zur Gastronomie ist Alexander Dressel in die Wiege gelegt worden. Schon als Fünfjähriger stand der Berliner bei Mutter oder Großmutter in der Küche und schaute den Frauen beim Schnippeln, Brutzeln und Sieden zu.
„In den Anfangsjahren ist man neugierig und muss sich den Wind um die Nase wehen lassen.“
„Was man als Kind schätzen gelernt hat, bleibt in Erinnerung“, sagt der 36-jährige Küchenchef des Restaurants „Friedrich Wilhelm“ im Relais & Châteaux Hotel Bayrisches Haus in Potsdam. Und so verwundert es nicht, dass Alexander Dressel bis heute auf Mutters Küche nichts kommen lässt. Einladungen an den mütterlichen Esstisch sind heute allerdings rar gesät – zu groß ist der Respekt der Mama vor den Kochkünsten des bisher einzigen Michelin-Stern-Trägers in Brandenburg. „Leider“, bedauert Dressel. „Ich freue mich immer, wenn ich bei meiner Mutter essen darf.“ In seiner Kreativschmiede verbindet Dressel gekonnt mediterrane und regionale Küche, beweist dabei Experimentierfreude und Mut zu außergewöhnlichen Kombinationen. Dabei setzt er (weiterlesen…)
Der Traumberuf lässt sich manchmal nur über Umwege erreichen. Bei Olaf Rode war es so. Als die Mauer ‘89 fiel, nutzte der gebürtige Schwedter die Chance und wählte den Weg in die Gastronomie.
„Wir leben in anstrengenden Zeiten, deshalb wollen wir jedem Gast perfekten Service bieten.“
Zunächst schien Olaf Rodes berufliche Zukunft vorgezeichnet. Er absolvierte eine Ausbildung zum Zootechniker, leistete dann seinen Wehrdienst ab und bereitete sich anschließend auf das Studium zum Agraringenieur vor. Doch mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung wurden die Karten noch einmal neu gemischt. Er ergriff die Chance, sich doch noch seinen Berufswunsch zu erfüllen und ließ sich zum Restaurantfachmann ausbilden. Im Restaurant „Ritter zur Linde“ in Schönfeld bei Bernau verdiente sich Rode als Chef de Rang die ersten Sporen. Es folgten Stationen im Schlosshotel Vier Jahreszeiten und im Restaurant „first floor“. „In dieser Zeit habe ich unheimlich viel gelernt“, erzählt Rode. Im Jahr 2003 lockte eine neue Chance: Für das neu entstandene (weiterlesen…)
Sein erstes Glas Wein trank Arno Steguweit zu Hause im Kreis seiner Familie. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich sein Interesse für den Rebensaft stetig weiter. Die Laufbahn des Sommeliers schlug er dennoch eher zufällig ein, „aber dann erwies es sich als richtig.“
„Ich liebe sie alle, aber deutsche und französische Weine vielleicht ein wenig mehr.“
Arno Steguweits beruflicher Einstand begann mit einer kleinen Panne. Beim Probearbeiten im renommierten Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn passierte ihm das Missgeschick: Er schüttete der damaligen Direktorin versehentlich ein Glas Bier vor die Füße. „Das war’s“, dachte der heute 29-Jährige damals. „Ich kann meine Sachen packen und gehen.“ Doch es kam anders: Weil er so fleißig war, bekam Steguweit die ersehnte Lehrstelle zum Hotelfachmann, ganz ohne „Vitamin B“. Als Glücksfall erwies sich auch, dass der damalige Sommelier des Hauses, Christoph Kokemoor, den talentierten Auszubildenden unter seine Fittiche nahm. Der Mentor schickte seinen Schützling zu Weinseminaren beim Deutschen Weininstitut, ließ ihn Sommelierkurse belegen, und, vor allem, immer wieder (weiterlesen…)