Der Traumberuf lässt sich manchmal nur über Umwege erreichen. Bei Olaf Rode war es so. Als die Mauer ‘89 fiel, nutzte der gebürtige Schwedter die Chance und wählte den Weg in die Gastronomie.
„Wir leben in anstrengenden Zeiten, deshalb wollen wir jedem Gast perfekten Service bieten.“
Zunächst schien Olaf Rodes berufliche Zukunft vorgezeichnet. Er absolvierte eine Ausbildung zum Zootechniker, leistete dann seinen Wehrdienst ab und bereitete sich anschließend auf das Studium zum Agraringenieur vor. Doch mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung wurden die Karten noch einmal neu gemischt. Er ergriff die Chance, sich doch noch seinen Berufswunsch zu erfüllen und ließ sich zum Restaurantfachmann ausbilden. Im Restaurant „Ritter zur Linde“ in Schönfeld bei Bernau verdiente sich Rode als Chef de Rang die ersten Sporen. Es folgten Stationen im Schlosshotel Vier Jahreszeiten und im Restaurant „first floor“. „In dieser Zeit habe ich unheimlich viel gelernt“, erzählt Rode. Im Jahr 2003 lockte eine neue Chance: Für das neu entstandene (weiterlesen…)
Was macht einen Gastgeber eigentlich zu einem „guten Gastgeber“, in dessen Gesellschaft der Gast das Gefühl hat, herzlich willkommen zu sein und er sich so wohl fühlt, dass die Stunden wie im Flug vergehen? Wir haben vier Berliner Persönlichkeiten gefragt, was einen „guten Gastgeber“ auszeichnet.

„Ein guter Gastgeber freut sich über seine Gäste, tritt nicht in Wettbewerb mit den Meisterköchen – das entspannt – und schafft eine Atmosphäre, in der man sich bei einem guten Essen gerne unterhält.“ Vera Gäde-Butzlaff, Vorstandsvorsitzende der Berliner Stadtreinigung (BSR)
„Zunächst sollte ein Gastgeber vor allem eines sein: locker, natürlich und unverkrampft. Ebenso wichtig sind ein zauberhaftes Ambiente und die spürbar persönliche Auswahl an Speisen und Getränken. Entscheidend für mich ist ein spannender Gästemix. Hier sollte der Gastgeber vor allem eines zeigen: echtes Interesse für seine Gäste und die Fähigkeit, sie einander entspannt näher zu bringen. Mit etwas Glück wird es dann ein inspirierender Abend.“ Anna von Griesheim, Mode-Designerin
„Privat und auch berufl ich lege ich sehr viel Wert auf die Atmosphäre und die Stimmung im Raum und am Tisch. Wichtig ist, dass zwischen den Gästen alles sehr harmonisch abläuft. Natürlich ist die Auswahl der Gerichte und der Weine besonders wichtig, aber als Franzose hat man das ohnehin im Gefühl!“ Thierry Prévost, Geschäftsleiter der „Galeries Lafayette“
„Eine gute Gastgeberin feiert die Gäste. Sie sorgt für eine angenehme Gesprächsatmosphäre, damit alle sich wohl fühlen. Die gute Gastgeberin setzt sich nicht unter maximalen Küchen-Stress. Sterneköche zu kopieren zerrt nämlich am Nervenkostüm. Ihr Karotten-Ingwer-Süppchen serviert sie so souverän wie Ferran Adrià seine Stick-stoff-Leckereien.“ Dagmar Reim, Intendantin des Rundfunk BerlinBrandenburg (rbb)
Sein erstes Glas Wein trank Arno Steguweit zu Hause im Kreis seiner Familie. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich sein Interesse für den Rebensaft stetig weiter. Die Laufbahn des Sommeliers schlug er dennoch eher zufällig ein, „aber dann erwies es sich als richtig.“
„Ich liebe sie alle, aber deutsche und französische Weine vielleicht ein wenig mehr.“
Arno Steguweits beruflicher Einstand begann mit einer kleinen Panne. Beim Probearbeiten im renommierten Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn passierte ihm das Missgeschick: Er schüttete der damaligen Direktorin versehentlich ein Glas Bier vor die Füße. „Das war’s“, dachte der heute 29-Jährige damals. „Ich kann meine Sachen packen und gehen.“ Doch es kam anders: Weil er so fleißig war, bekam Steguweit die ersehnte Lehrstelle zum Hotelfachmann, ganz ohne „Vitamin B“. Als Glücksfall erwies sich auch, dass der damalige Sommelier des Hauses, Christoph Kokemoor, den talentierten Auszubildenden unter seine Fittiche nahm. Der Mentor schickte seinen Schützling zu Weinseminaren beim Deutschen Weininstitut, ließ ihn Sommelierkurse belegen, und, vor allem, immer wieder (weiterlesen…)
Empfang
Moët Chandon Champagne Brut Impérial
Amuse bouche
2006 Weißburgunder QbA trocken | A. Christmann, Pfalz
Weißer Heilbutt, Serrano, Sago, Wildkräuter
Thomas Kammeier, „Hugos“, Hotel InterContinental Berlin
Vorspeise
2005 Silvaner „Sehnsucht“ | Horst Sauer, Franken
Jakobsmuschel und Gamba – ein kleiner Spieß, Blumenkohl und Curry
Alexander Dressel „Friedrich Wilhelm“, Relais & Châteaux Hotel Bayrisches Haus, Potsdam, Brandenburger Meisterkoch 2007
Zwischengang
2001 Riesling, Loibner Steinertal | F.X. Pichler, Wachau
Kaninchenschinken mit Erbsravioli, Steinpilze und grüner Spargel
Stefan Hartmann, „Hartmanns Restaurant“, Aufsteiger des Jahres 2007
Hauptgang
2000 Barolo DOCG “Bussia Soprana” | Aldo Conterno, Piemont
Ochsenschwanz und Gänseleber, ein wenig Kakao, Nashi-Birne und schwarzer Pfeffer
Bobby Bräuer, „Die Quadriga“, BRANDENBURG ER HOF Berlin, Berliner Meisterkoch 2007
After Diner
Moët Chandon Champagne Néctar
1995 Wehlener Sonnenuhr Riesling Auslese | Joh Jos Prüm, Mosel
2003 Domaine La Tuur | Vieille Banyuls
Überraschungsdessert, Georg Willmes, Hotel InterContinental Berlin
Französischer Käse von Galeries Lafayette
Pralinenauswahl von Schokozeit AG
Petit Fours der Preisträger
Das Menü der „Berliner Meisterköche 2007“ wird serviert auf Tafelservice der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin GmbH.
Auch in diesem Jahr ist das Hotel InterContinental Gastgeber des festlichen Gala-Diners der „Berliner Meisterköche“. Wir sprachen mit dem Hausherrn Willy Weiland, Director of Operations und verantwortlich für alle InterContinental-Hotels in Deutschland, Polen und Kiew. Er ist Präsident des Berliner Hotel- und Gaststättenverbandes und einer der enthusiastischsten Berlin-Botschafter.
Gastronomie ist ein bedeutsamer Standortfaktor. Wie schätzen Sie die Situation in der Hauptstadt ein?

Berlin hat eine sehr vielfältige Gastronomie: von den verschiedensten nationalen Küchen dieser Welt bis zur deutschen Hausmannskost, vom Fast Food bis zum Sternerestaurant, groß und klein, exquisit und exotisch, mitten in der City oder dem Ausflugslokal im Grünen. Die Stadt braucht das und unsere internationalen Gäste erwarten das auch, denn Berlin steht im Wettbewerb mit solchen Metropolen wie Paris, London, Barcelona. So entstand übrigens Mitte der 90er Jahre auch die Idee der „Berliner Meisterköche“ – um denjenigen, die das kulinarische Spitzenniveau der Region Berlin/Brandenburg bestimmen, ein Schaufenster zu geben. (weiterlesen…)