Ein Gespräch mit Hanns Peter Nerger, Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM)
Herr Nerger, Berlin ist seit Jahren unangefochten die Nummer eins im deutschen Städtetourismus und in Europa auf Platz drei. Warum müssen Sie eigentlich noch für Berlin werben?

Foto: Berlin Tourismus Marketing GmbH
Es ist richtig, dass wir seit einigen Jahren teilweise zweistellige Zuwachsraten aus den internationalen Märkten haben. Die Fußball-WM im letzten Jahr war ein Glücksfall für die Stadt und hat einen zusätzlichen Schub ausgelöst. Aber der Wettbewerb um den Gast findet täglich neu statt und den gewinnen Sie nur, wenn Sie immer neue Anreize für einen Besuch bieten. Hier ist Berlin allein schon durch die Hauptstadtfunktion quasi a priori im Vorteil. Aber das ist nur ein Punkt. Weitere wichtige Aspekte sind natürlich die Geschichte der Stadt, die sich auch in der vielfältigen Architektur widerspiegelt, das enorme Kreativpotenzial in Design, Mode und Musik, die Club- und Loungeszene; die Freiheit, die die Stadt dem Einzelnen bei seiner Lebensführung bietet, und die opulenten Schätze, die das Berliner Kulturleben offeriert. Ergo: Alles mündet letztlich im Begriff der Kultur und Künste. (weiterlesen…)
Einzigartig in Berlin: Einkaufen bis in die späten Abendstunden und auch an allen Adventssonntagen. Ein Gespräch mit Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg
Herr Busch-Petersen, Weihnachten steht vor der Tür und damit die Hochsaison für jeden Kaufmann. Mit welchen Erwartungen geht der Einzelhandel in die nächsten Wochen?
In den letzten beiden Monaten des Jahres entscheidet sich traditionell, wie das gesamte Geschäftsjahr verlaufen ist. Entsprechend hoch sind die Erwartungen des Einzelhandels in Berlin und Brandenburg. Beim Handel ist der Aufschwung noch nicht so richtig angekommen – umso wichtiger wird jetzt ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft. Und darauf haben wir uns sehr gut vorbereitet.
Der Touristenstrom nach Berlin reißt nicht ab. Was macht diese Stadt, die ihr Regierender Bürgermeister als „arm aber sexy“ bezeichnet, für so viele Besucher aus dem In- und Ausland so anziehend?
Berlin ist in erster Linie eine einzigartige Kulturmetropole. Mehr Kultur (weiterlesen…)
- Von Judka Strittmatter
Foto Oliver Wia
Alle Barrieren scheinen überwunden und der Weg frei für den Bau einer neuen Berlin-Attraktion – das „Great Berlin Wheel“, das Aussichtsrad am Zoo. Ende 2009 soll es sich erstmals drehen, 185 Meter über der Stadt. Ein Gespräch mit dem Projektentwickler Michael Waiser über Planungshindernisse, den Nachtschlaf der Nashörner im Zoo und den Unterschied zwischen Kapseln und Gondeln.
Herr Waiser, Sie haben Ihre Baugenehmigung für das Great Berlin Wheel bekommen. Kann es jetzt losgehen am Zoo?

Michael Waiser
Im Prinzip: Ja. Mittlerweile ist sogar die Stimmung im Bezirksamt euphorisch, jetzt, wo nach und nach die Genehmigungen da sind. Man freut sich, dass es vorwärts geht.
Wann werden die ersten Leute ihren „Flug“ über Berlin antreten können?
Ende 2009. Wir fangen mit dem Bau des Aussichtsrades an, wenn der Zoo seinen neuen Wirtschaftshof fertig gestellt hat.
Sie sind seit dem Jahr 2004 Geschäftsführer der Great Berlin Wheel GmbH & Co. KG und von Haus aus eigentlich Physiker. Wie kamen Sie zum Aussichtsrad?
Als 2001 die Debatten losgingen um das Rad, dachte ich: Schade, dass mir das nicht eingefallen ist. Ich war seinerzeit schon in der Projektentwicklung, auch von Freizeitimmobilien. Später war es dann ein großer Zufall. Wer vom Ausland aus (weiterlesen…)